Ursachen psychotischer Störungen . . . Psychotische Störungen lassen sich zunächst anhand ihrer Ursachen grob in exogene (durch äußere Faktoren bedingt) und endogene (durch innere Faktoren bedingte) psychotische Störungen einteilen. Daneben gibt es eine Kategorisierung, welche die psychotischen Störungen ebenfalls nach o.g. Schema einteilt, allerdings etwas differenzierter. Anhand dieser wollen wir kurz die Ursachen psychotischer Störungen darstellen.
1. Schizophrenie bedingte psychotische Störungen Die psychotische Störung tritt im als Erstmanifestation einer Schizophrenie oder als Akutstadium im Verlauf einer schizophrenen Erkrankung auf. Die Schizophrenie stellt neben den psychoseinduzierenden Drogen die häufigste Ursache für psychotische Störungen dar. An dieser Stelle sei daher auf die verschiedenen Internetseiten zur Schizophrenie verwiesen. Allerdings bereiten wir entsprechende Seiten zur Schizophrenie des Kindes- und Jugendalter zur Zeit vor, die dann an dieser Stelle ergänzend veröffentlicht werden. 2. Affektiv bedingte psychotische Störungen Bei psychiatrischen Erkrankungen wie Depression oder Manie können im Verlauf der Erkrankung psychotische Zustandsbilder auftreten. Ein Betroffener, der sich in einer manischen Phase befindet, kann sich zum Beispiel für den Messias halten, auf der anderen Seite kann sich ein Betroffener in einer schweren depressiven Episode für alles Unheil der Welt verantwortlich fühlen. Die manische Phase ist durch eine gesteigerte Gesprächigkeit und einen deutlichen Rededrang gekennzeichnet. Meist hat der Betroffene hat zudem ganz viele Ideen, die er allerdings nur kurz verfolgt und dann bereits die nächste Idee äußert. Dieses wird oft als besonderes kreativ erlebt, später dann als Ideenjagen. Weiterhin fallen sehr häufig ein Verlust normaler sozialer Hemmungen sowie eine nicht altersentsprechende Kritiklosigkeit mit überhöhten Selbsteinschätzung und dem Gefühl, alles schaffen und erreichen zu können, auf. Während einer manischen Episode hat der Betroffene ein veringertes Schlafbedürfnis und eine erhöhte Libido. Gelegentlich kann sich während dieser Episoden ein Größen- und Bedeutungswahn entwickeln. Manche Betroffene erleben auch Halluzinationen. Im Kindesalter fällt eine manische Episode durch eine erhöhte Irritierbarkeit und emotionale Labiliät bei einer insgesamt gesteigerten Aktivität auf. Eine gehobene Stimmung, wie bei Erwachsenen, die an einer bipolaren Störung leiden, tritt eher seltener auf. Im weiteren Verlauf gleichen sich dann ab dem Jugendalter die Symptome denen des Erwachsenenalters an. Bemerkenswerterweise erleben Jugendliche während einer manischen Episode häufiger psychotische Symptome ! 3. Organisch bedingte psychotische Störungen Bei den organisch bedingten psychotische Störungen tritt eine psychotische Störung als Folge oder Begleitsymptomatik einer somatischen Erkrankung auf. Hier seien genannt:
4. Reaktiv bedingte psychotische Störungen Sie treten als Folgeerscheinung belastender Ereignisse auf. Diese Ereignisse können je nach Person unterschiedlich sein. Bei einigen Betroffenen führen familiäre Probleme zu reaktiven psychotische Störungen, bei anderen Bertroffenen z.B. schwere Unfälle. |
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